Marisa & Hodor

 

hodormarisa2Mein Name ist Marisa und bin 31 Jahre alt. Leider passierten in meiner Kindheit und Jugend traumatische Dinge, die mein Leben aus der Bahn geworfen haben. Dass ich aufgrund dessen psychisch erkrankt bin, ist mir eigentlich schon lange bewusst, aber mir helfen lassen wollte ich nie. Jahrelang habe ich alles unterdrückt und zwanghaft versucht, ein „normaler“ Mensch zu sein. Die Quittung bekam ich dafür vor einigen Jahren, als ich nach einer retraumatisierenden Begegnung vollkommen zusammen brach.

 

Ich wurde arbeitsunfähig und landete mehrfach in der Notaufnahme des Klinikums, weil ich dachte zu sterben. Mir schnürte es die Brust zu, ich konnte nicht mehr klar sehen, mein Herz raste wie verrückt und ich konnte Teile meines Körpers nicht mehr richtig spüren. Hinzu kamen diese unfassbaren Schmerzen, mal im Brustbereich oder auch in den Gliedmaßen, teilweise im Kopf. Dass dies Panikattacken waren, zum Teil von Flashbacks ausgelöst, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar. Doch die Ärzte konnten nie etwas organisches feststellen und schickten mich, nachdem sie mich mehrfach untersucht hatten, zu einem Psychiater. Dort wurden schlussendlich folgende Diagnosen gestellt:

  • komplexe posttraumatische Belastungsstörung
  • Depressionen
  • emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline Typ)
  • Depersonalisationssyndrom
  • Panikstörung
  • Binge Eating Disorder

Das war ein ganz schöner Schlag ins Gesicht. Für mich waren diese Diagnosen ein Versagen meiner Selbst. Die Fassade, die ich so hart versucht hatte aufrecht zu halten, entglitt mir nicht nur langsam – sie verschwand einfach, und ließ sich nicht mehr aufbauen. Mir war bewusst, dass es so nicht weiter gehen durfte. Seitdem versuche ich, offen mit meiner Erkrankung umzugehen, sie als Teil von mir anzunehmen aber sie nicht über mich bestimmen zu lassen.
20161114_091705Eine große Hilfe dabei ist Hodor. Er lebt nun seit Ende 2015 bei mir und bereichert mein Leben jeden Tag aufs Neue. Schnell entdeckte ich, dass Hodor nicht nur einfach ein Familienhund für mich war. Er fing an, Panikattacken zaghaft anzuzeigen und ich merkte, wie sehr es mir half wenn er einfach nur da war in diesen Momenten. Also begannen wir, Assistenzleistungen zu trainieren und uns auf der Suche nach einer Trainerin zu begeben.

Inzwischen werden Hodor und ich in unserem Training von Birgit Stade be- und angeleitet. Doch durch meine Arbeitsunfähigkeit fehlen uns leider die finanziellen Mittel für die weitere Ausbildung.

Hodor und ich würden uns sehr freuen, wenn ihr uns etwas unterstützen würdet auf unserem Weg zum PTBS Assistenzhund.

Auch wenn ihr unseren Weg weiter verfolgen wollt könnt ihr dies gern tun, denn wir berichten auf unserer Facebook Seite regelmäßig über unser Training und unseren Alltag: https://www.facebook.com/AssistenzhundHodor/

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